20.07.2005

Die Sophienquelle sprudelt wieder! Über die Instandsetzung der barocken Quellanlage


Dank der großzügigen Spende der Altdorfer Altstadtfreunde und der Raiffeisenbank war es der Stromer’schen Kulturgut-, Denkmal- und NaturStiftung im Jahre 2004 möglich, die Sanierung der Sophienquelle in Angriff zu nehmen.
Ein Jahr lang forschte Dipl.Geol. Ute Zimmer nach den Ursachen, warum das Wasser der Quelle nicht mehr über die oberste Schale floss und die Schäden an den Treppen immer größer wurden. Dabei stellte sich heraus, dass durch den Bau der "Spange" das Einzugsgebiet der Quelle um ein Drittel verringert worden war. Außerdem hatte sich durch einen Bergrutsch ein Riss in der wasserführenden Rinne gebildet, der einen Teil des Wassers gleich in das untere Becken und unter die Treppen laufen ließ. Nachdem Frau Zimmer diesen Riss verstopft hatte, floss das Wasser wieder so, wie es eigentlich geplant war. Auch im letzten kalten Winter bildeten sich keine Eiszapfen mehr an den Stufen, was bedeutet, dass kein Wasser mehr einen falschen Weg nimmt.
Die Spenden und Erlöse der Konzerte ermöglichten es auch, den Beckenboden wieder zu heben, der stark abgesackt und dadurch gefährlich war. Es blieb sogar noch soviel Geld übrig, dass im Mai 2005 nach zwanzig Jahren endlich wieder der Schaden in der Apsis, wo ein Vandale ein riesiges Stück aus dem Abschlussstein gesägt hatte, durch die Firma Vestner aus Altdorf wieder behoben und der Stein ersetzt werden konnte.

Nun hofft die Stiftung darauf, dass mit diesem öffentlich zugänglichen Denkmal, das ja von allen Menschen sehr geliebt wird, sehr behutsam umgegangen wird, da es nur durch die Stiftung und durch Spenden erhalten wird. Ob wir noch einmal so einen finanziellen Kraftakt, wie den letzten, schaffen können und ob wir noch einmal so großzügige Spenden erhalten werden, steht in den Sternen.
Wir bitten daher alle Besucher: geht vorsichtig mit diesem einmaligen barocken Denkmal um, werft nichts in die Becken, ritzt nichts in den weichen Sandstein, lasst Eure Hunde nicht darin baden (das Wasser wird von vielen Menschen getrunken und in die Fischzucht geleitet, wo äußerst empfindliche Fische darin wachsen sollen) und klettert auch nicht in den stark rutschgefährdeten Felsen oberhalb der Quelle herum, damit noch viele Menschen viele Jahre Freude an der Sophienquelle haben können!


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