28.02.2011

Ein wunderbares UNO-Kulturgut, die Sophienquelle bei der Burg Grünsberg im Nürnberger Land, wurde Opfer von Vandalen

Sophienquelle

Die Sophienquelle ist die größte gefasste barocke Quelle nördlich der Alpen. Sie wurde errichtet in der Zeit zwischen 1723 und 1726, begonnen von Johann Paul III. Paumgartner und zu Ende geführt von seiner jungen Witwe Sophia Maria, geb. Nützel von Sündersbühl, nach der sie auch benannt wurde. Von Beginn an war sie für alle Menschen zugänglich und ein beliebtes Ziel für Spaziergänge. Mitten im Wald an einem der Zweige des Jakobswegs gelegen wurde sie in vielen Bildern und Fotografien festgehalten. Am Beginn des 19. Jahrhunderts wurde sie sogar als Blechspielzeug gebaut und verkauft. Viele Menschen schätzen sie auch sehr wegen ihres wunderbaren Wassers. Sommers und winters kommt das Wasser in reinster Qualität aus dem Berg, mit nur 10°C, weswegen die Quelle auch im Winter nicht einfriert. Nun braucht sie unser aller Hilfe: Wieder wurde die Sophienquelle im Grünsberger Wald Opfer eines gemeinen Vandalen. Im Jahre 2006 bereits hatte jemand an der linken Seite einen der letzten barocken Brüstungssteine zertrümmert und die Trümmer in die Quellfassung geworfen, zum Glück wenigstens so, dass die Quellfassung nicht beschädigt wurde. Und damit man den Schaden nicht vernünftig beheben könne, hatte dieser Vandale auch noch Trümmer des Steins entwendet, so dass man ihn nicht mehr zusammensetzen konnte. Kaum war dies entdeckt und der Polizei und der Presse gemeldet, wurde auch noch das Steinschild mit der Historie der Quelle und ihren Restaurierungen aus seiner Fassung gesprengt, zertrümmert und ebenfalls circa ein Drittel gestohlen. Kurz vorher war der in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts beschädigte Brüstungsstein mithilfe vieler Spenden erstzt worden. Um den 10. Februar 2011 hat dieser Vandale erneut zugeschlagen. Diesmal hat er die drei nachfolgenden Brüstungssteine aus ihrer Verankerung gerissen und in das Quellbecken geworfen. Sie sind so zerstört, dass auch sie nicht mehr reparierbar sind. Es macht den Eindruck, als seien auch diesmal Steintrümmer gestohlen worden.

Der materielle Schaden dieses Mal beträgt sicher 20.000 €, die die Stromer’sche Kulturgut-, Denkmal- und NaturStiftung aufbringen müßte, die ja die Besitzerin dieses jedermann zugänglichen und von Allen sehr geliebten Walddenkmals ist. Der immaterielle Schaden aber ist viel größer. Selbst wenn neue Steine finanzierbar wären, wären es eben “nur” neue und nicht die historischen, die die Urgroßtante der Administratorin im Andenken an ihre Urgroßmutter Sophia Maria Nützel-Paumgartner-Haller zur Restaurierung der Quelle vor 150 Jahren anbringen ließ. Der Vandale hat nicht nur die Stiftung schwer geschädigt, sondern alle Menschen, die an der Sophienquelle ihre Freude haben, dort das Wasser trinken, den Fischen, die nach Jahrzehnten wieder im Teich schwimmen, zuschauen, dort tanzen und bei Kerzenschein einfach nur verweilen oder spielen wollen. Obwohl die Sophienquelle allen zugänglich ist, ist die Stiftung alleine für Haftung und Erhalt zuständig. Und, ganz klar, keine Versicherung versichert ein jedermann im Wald zugängliches Denkmal. Um die Sophienquelle wieder herstellen zu können, ist die Stiftung daher auf Spenden angewiesen, für die sie Spendenbescheinigungen ausstellen kann. Ansonsten muss die Sophienquelle so beschädigt stehen bleiben und für die Öffentlichkeit wegen Absturzgefährdung gesperrt werden, da die Stiftung nach der Generalsanierung der Burg die nächsten Jahre das Geld nicht aufbringen kann, um die Reparatur der Brüstung zu finanzieren.

Alle Spenden an die Stiftung sind steuerabzugfähig.

Das Spendenkonto der Stiftung lautet auf:

Stromer’sche Kulturgut-, Denkmal- und Natur-Stiftung
Raiffeisenbank Altdorf-Feucht eG
BLZ 760 694 40
Kto-Nr. 200509876
Stichwort: Sophienquelle

Für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, setzt die Stromer’sche Kulturgut-, Denkmal- und Natur-Stiftung 500 € Belohnung aus.

Mit sehr betrübten und zornigen Grüßen,
Rotraut von Stromer-Baumbauer


⇑ nach oben